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Gasgeruch in der Wohnung: Sofortmaßnahmen — und wann der Gasinstallateur ranmuss

Gasgeruch in der Wohnung: Sofortmaßnahmen — und wann der Gasinstallateur ranmuss

Editör · 16. August 2026

Wenn es in der Wohnung nach Gas riecht (der typische faulige Geruch stammt vom Warnstoff, der dem geruchlosen Erdgas beigemischt wird), gilt eine eiserne Regel: keine Funken. Betätigen Sie keine Lichtschalter, keine Klingel, keine Elektrogeräte, kein Telefon in der Wohnung. Öffnen Sie Fenster und Türen, drehen Sie — wenn gefahrlos möglich — den Gashaupthahn zu, verlassen Sie das Gebäude und rufen Sie erst draußen den Störungsdienst Ihres Gasnetzbetreibers oder die 112. Warnen Sie Nachbarn per Klopfen, nicht per Klingel.

Die Nummer des Gasnetzbetreiber-Störungsdienstes finden Sie auf Ihrer Gasrechnung — sie ist rund um die Uhr besetzt und der Einsatz ist kostenlos. Der Entstördienst prüft die Leitungen, macht die Anlage gegebenenfalls sicher — die Reparatur selbst übernimmt danach ein Vertrags-Gasinstallateur.

Und damit zum Grundsatz, der jede Heimwerker-Diskussion beendet: Arbeiten an Gasleitungen und Gasgeräten sind in Deutschland ausschließlich Betrieben erlaubt, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Das ist keine Formalie — unsachgemäße Arbeiten an Gasanlagen gefährden Leben, und im Schadensfall zahlt keine Versicherung. Auch der Anschluss eines simplen Gasherds gehört in Fachhände.

Woran Sie einen qualifizierten Gasinstallateur erkennen: Eintragung im Installateurverzeichnis (auf Nachfrage nachweisbar), Konzession für Gas- und Wasserinstallation, und bei Arbeiten an der Therme idealerweise eine Hersteller-Schulung. Die meisten Sanitär-Heizung-Klima-Betriebe (SHK) haben die Gas-Konzession — in unserem Verzeichnis führen wir Gasinstallateure als eigene Kategorie.

Neben dem Notfall gibt es gute Gründe für den regelmäßigen Gas-Check: Gasgeräte wie Thermen und Heizkessel sollten jährlich gewartet werden — das senkt den Verbrauch, verlängert die Lebensdauer und beugt Kohlenmonoxid-Problemen vor. Kohlenmonoxid ist geruchlos und entsteht bei schlechter Verbrennung oder blockierten Abgaswegen; ein CO-Melder in Räumen mit Gasgeräten kostet unter 30 Euro und ist eine sinnvolle Ergänzung zum Rauchmelder.

Übrigens: Auch wer von Gas auf eine andere Heizung umsteigt, braucht den Gasinstallateur — für die fachgerechte Stilllegung und Demontage der alten Leitungen und Geräte. Geprüfte Gasinstallateure und SHK-Betriebe mit echten Kundenbewertungen finden Sie in unserem Verzeichnis in 20 deutschen Städten.

Häufige Fragen

Was tun bei Gasgeruch in der Wohnung?

Keine Schalter oder Elektrogeräte betätigen, Fenster öffnen, wenn möglich Gashaupthahn zudrehen, Gebäude verlassen, Nachbarn durch Klopfen warnen und erst draußen den Störungsdienst des Netzbetreibers oder die 112 anrufen.

Darf ich selbst an Gasleitungen arbeiten?

Nein. Arbeiten an Gasleitungen und -geräten dürfen nur Betriebe ausführen, die im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Unsachgemäße Arbeiten gefährden Leben, und Versicherungen zahlen im Schadensfall nicht.

Wie oft sollte eine Gastherme gewartet werden?

Einmal jährlich. Die Wartung senkt den Verbrauch, verlängert die Lebensdauer und beugt gefährlichen Kohlenmonoxid-Problemen durch schlechte Verbrennung vor.

Ist der Gas-Störungsdienst kostenpflichtig?

Nein, der Entstördienst des Gasnetzbetreibers ist rund um die Uhr erreichbar und der Notfall-Einsatz kostenlos. Die Nummer steht auf Ihrer Gasrechnung. Die anschließende Reparatur übernimmt ein Vertrags-Gasinstallateur.

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