Abfluss verstopft: Was Sie selbst tun können — und wann der Profi ranmuss
Die gute Nachricht: Viele Abflussverstopfungen lassen sich ohne Klempner lösen. Die Werkzeuge der Wahl sind Pömpel (Saugglocke), eine einfache Handspirale aus dem Baumarkt und — bei Fettablagerungen in der Küche — heißes (nicht kochendes) Wasser mit Spülmittel. Wovon Fachleute dagegen fast einhellig abraten: chemische Rohrreiniger.
Der Pömpel funktioniert bei den meisten Verstopfungen in Waschbecken, Dusche und WC: Überlauf mit einem nassen Lappen abdichten, so viel Wasser einlassen, dass die Gummiglocke bedeckt ist, dann mit kräftigen Stößen pumpen. Der Wechseldruck löst den Pfropf in beide Richtungen — meist ist nach ein bis zwei Minuten Durchbruch.
Beim Waschbecken lohnt sich der Blick auf den Siphon: Das U-Rohr unter dem Becken lässt sich von Hand abschrauben (Eimer drunter!) und ist der häufigste Sitz der Verstopfung — Haare, Seifenreste, Kleinteile. Reinigen, Dichtungen prüfen, wieder anschrauben: zehn Minuten Arbeit, null Kosten.
Warum keine Chemie? Rohrreiniger-Granulat erzeugt Hitze und kann ältere Kunststoffrohre und Dichtungen angreifen. Löst er die Verstopfung nicht vollständig, entsteht ein zäher Klumpen, der sich noch schlechter entfernen lässt — und der Klempner, der danach kommt, muss mit ätzendem Wasser im Rohr arbeiten. Auch für die Umwelt sind die Mittel eine Belastung.
Zum Profi sollten Sie spätestens dann greifen, wenn mehrere Abflüsse gleichzeitig betroffen sind (das deutet auf die Fall- oder Grundleitung), wenn Wasser an anderer Stelle hochkommt, wenn es aus dem Abfluss gluckert und riecht, oder wenn dieselbe Stelle immer wieder verstopft. Dann sitzt das Problem tiefer, als Hausmittel reichen — und jeder weitere Versuch verschiebt nur die Ursachenklärung.
Vorbeugen ist einfach: ein Haarsieb in Dusche und Waschbecken, Fett nie in den Ausguss (sondern mit Küchenpapier in den Müll), keine Feuchttücher ins WC, und einmal im Monat heißes Wasser durch die Küchenleitung. Damit verhindern Sie die vier häufigsten Verstopfungsursachen.
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Häufige Fragen
Der Pömpel löst die meisten Verstopfungen mechanisch. Bei Fett in der Küchenleitung hilft heißes Wasser mit Spülmittel, beim Waschbecken das Abschrauben und Reinigen des Siphons.
Sie können Rohre und Dichtungen angreifen, bilden bei Teilerfolg zähe Klumpen, gefährden den Klempner, der danach arbeiten muss, und belasten die Umwelt. Fachleute raten fast einhellig ab.
Wenn mehrere Abflüsse gleichzeitig betroffen sind, Wasser an anderer Stelle hochsteigt oder dieselbe Stelle wiederholt verstopft — dann liegt das Problem in der Fall- oder Grundleitung.
Haarsieb in Dusche und Waschbecken, kein Fett in den Ausguss, keine Feuchttücher ins WC und regelmäßig heißes Wasser durch die Küchenleitung spülen.
